Bitte nicht schubsen, ich bin hochsensibel!

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Hochsensibilität ist keine Krankheit, kein Stigma und betrifft doch jeden fünften Menschen. Wie es ist, hochsensibel zu sein.


Die U-Bahn fährt mit schnellem Knarren und Quietschen ein, jedes Fenster zieht verschwommen vorbei und meine Augen versuchen zu fokussieren, welche Menschen, welche Gesichter und Emotionen sich hinter dem Glas verbergen. Die Türen gehen mit einem lauten Ruck auf und ich steige in den Wagon.

Ich rieche das Franzbrötchen von dem Mann mit dem Rucksack und den Wanderschuhen, die keine sind, den Kaffee aus dem gelben Pappbecher des Anzugträgers und den Schweiß und alles andere längst Verbrauchte in der Bahn.

Ich schiebe mich mit meiner Tasche an den vielen Menschen vorbei, falle auf einen freien Sitz und merke, dass er noch von meinem Vorgänger warm gesessen ist. Noch bevor ich die Frau neben mir ansehe, fühle ich, dass sie heute keinen guten Tag hat. Ihr Blick ist müde und versucht meinem und dem jedes*r anderen auszuweichen. Ich ziehe mein Buch aus dem Seitenfach meiner Tasche und versuche zu lesen. Dabei höre ich, wie die beiden Schülerinnen gegenüber gleich Mathe und darauf so gar keine Lust haben und sich am Eingang jemand über irgendetwas beschwert, das mit SAP zu tun hat.

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