Hochsensibel in einer Dreier-WG – mein Leben am Limit

Hochsensibel in einer Dreier-WG – mein Leben am Limit

Das Leben in einer WG kann schon „normale” Menschen überfordern. Wenn man aber hochsensibel ist, kann jeder Krümmel zum inneren Nervenzusammenbruch führen.


Direkt nach dem Aufwachen 51.743 Gedanken im Kopf

Es ist 7:43 Uhr, ich liege im Bett und schiebe eine teelöffelgroße Menge Kokosöl in meinem Mund hin und her – mein neues Aufwachritual. Wie es dazu kam, das weiß ich auch nicht mehr ganz genau. Eigentlich halte ich von Morgenroutinen, und gerade solchen gehypten, eher weniger, aber wegen des anstehenden Zahnarzttermins und meiner Suche nach etwas, das mich morgens aufwachen lässt, liege ich jetzt mit flutschendem Geräusch, aber gänzlich unsexy, im Bett und starre an die Decke. Sowas mache ich jetzt also am Morgen, um über den kommenden Tag nachzudenken und meinen 51.743 Gedanken Platz zum zu-Ende-Denken zu schaffen.

Nebenan klingelt ein Wecker, im gleichen Ton wie meiner. Danach knarrt die Zimmertür, dann die zum Badezimmer. Noch eine Tür geht auf, Schritte auf dem Flur vor meinem Zimmer, ich höre Wasserrauschen und ein Klicken – ah, der Wasserkocher wurde eingeschaltet. Als nächstes wird die Dusche angehen, Schüsseln und Löffel werden klirren, weitere Türen werden zwischen dem Anziehen und Aufessen auf- und zugehen, bis die Haustür mit einem lauten Krachen ins Schloss fällt. Ich weiß das ganz genau, jeden Morgen grüßt das polternde Murmeltier. Und ich liege hier mit der Decke bis zum Kinn, habe gerade kurz vergessen, das Öl weiter hin und her zu schieben und frage mich, warum ich verdammt nochmal in eine WG, in diese WG ziehen wollte.

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